Sonntag, 20. April 2014

Osterlämmchen

Nach den vielen weißen Apfel- und Kirschblüten sahen wir noch andere weiße Fleckchen bei unserem Sonntagsspaziergang unterhalb der Teck. Die riesige Schafherde mit vielen neugeborenen Osterlämmern hörten wir schon von weitem. 
Dazu gibt's gar nicht viel zu sagen, außer: Ohhhh, wie süüüß sind die denn? Stellt euch dazu noch ein ständiges Mähen und Blöken vor. Abwechselnd ein dunkles, meckerndes von den Mama-Schafen und ein helles, leises von den Lämmchen. Faszinierend, wie die Lämmchen sich durch die Geräusche orientierten und ihre Mütter wiederfanden. Wir konnten uns lange nicht von dem süßen Anblick losreißen, wie die Lämmchen übermütig den Hang herunterhüpften.








Wie viele diese Lämmer haben Ostern wohl überlebt?

Habt ein wunderschönes Osterfest und viel Spaß beim Eiersuchen!
Anne

Samstag, 19. April 2014

Da brauchste gar nicht nach Holland fahren...

Wir hatten schon den ganzen Sonntag in Blüten gebadet, da erwartete uns am Abend auf der Rückfahrt ein weiterer wunderschöner frühlingshafter Anblick. Ich freue mich jedes Mal tierisch, wenn wir an einem Feld vorbeikommen, auf dem man selber Blumen schneiden kann. Und dann auch noch Tulpen, die definitiv zu meinen Lieblingsblumen gehören. 

In allen Farben blühten sie hier und gewährten Einblicke in ihre Kelche.

Wir schnitten natürlich Blumen, deren Kelche noch geschlossen waren. Teilweise erkannte man noch gar nicht so richtig, welche Farbe sie hatten, weil sie außen noch etwas grünlich waren. Überraschung! Wir haben jedenfalls einen ganz bunten Strauß zusammengestellt, so gefällt es mir am besten. 

Da musste echt gar nicht nach Holland fahren. Denn hier gab es sogar Berge im Hintergrund - das haben die dort nämlich nicht, hi hi.








Weil wir relativ spät nach Hause kamen und keine Lust mehr hatten, zu kochen, gönnten wir uns eine Pizza vom Italiener. Ich entscheide mich immer wieder für die Variante mit Parmaschinken, Rucola und Parmesan und bereue es nie. Der Tulpenstrauß kam in eine Vase und durfte mit auf dem Balkon. Schon am nächsten Tag hatten die Tulpen ihre Kelche weit geöffnet und erfreuen uns heute immer noch.

Morgen gibt es zum Abschluss einen österlich daherkommenden letzten Teil vom Sonntagsspaziergang. Ich sag nur: määääh!

Ich wünsche euch frohe Ostertag mit Euren Lieben!
Anne

Montag, 14. April 2014

Muffin-Montag: Ananas-Süßkartoffel-Muffins mit Gewürzen
























Vor kurzem hatte ich eine Ananas gekauft, die mir nicht besonders gut schmeckte. Wegschmeißen wollte ich sie keinesfalls, aber runterwürgen wollte ich sie nun auch nicht. In verarbeiteter Form schmecken solche Früchtchen dann ja doch oft noch ganz lecker und mir fiel ein, dass in meinem Lieblingsbackbuch "Kuchenwunder", in dem ein Teil des Zuckers und des Fetts im Teig durch Früchte oder Gemüse ersetzt wird, ein Rezept mit Ananas drin war: Ananas-Süßkartoffel-Muffins. Wie passend, dass auch noch eine Süßkartoffel seit einiger Zeit in meiner Gemüseschale vor sich hin schrumpelte. Das perfekte Resteverwertungsrezept also!

Die Muffins sind wunderbar saftig und fruchtig und der Zitronenjoghurt ergänzt sie optimal (optisch noch schöner wäre es mit Minzzucker wie im Original, aber Minze hatte ich leider nicht vorrätig).


Ananas-Süßkartoffel-Muffins mit Gewürzen
für 12 Muffins

300 g Süßkartoffeln (ersatzweise kann man auch mehligkochende Kartoffeln nehmen)
300 g Ananas
Saft von 1 Orange
1/4 TL Fleur de Sel
4 EL Rohrohrzucker (im Original: gemahlener Palmzucker)
je 1/4 TL Muskat und Zimt (im Original: gemahlene Muskatblüten)
100 g Dinkelmehl
2 TL Backpulver
80 ml Pflanzenöl
2 Eier

Für die Garnitur:
100 g Joghurt
2 EL Rohrohrzucker
abgeriebene Schale von 1/2 Bio-Zitrone (im Original: 4-5 Minzeblättchen)

Die Süßkartoffel schälen und in kleine Würfel schneiden. Ananas schälen und in Stück schneiden. Süßkartoffel- und Ananasstücke in einen Topf geben, mit Orangensaft, Fleur de Sel, Zucker, Muskat und Zimt aufkochen. 12 - 15 Min. bei mittlerer Hitze kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Mit dem Pürierstab zerkleinern.

Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen und Papierförmchen in die Mulden eines Muffinblechs setzen.

Das Mehl mit dem Backpulver mischen. Das Öl mit Eiern und dem Ananas-Kartoffel-Püree mit den Quirlen des Handrührgeräts verrühren, die Mehlmischung unterrühren. 

Den Teig in die Mulden des Muffinblechs füllen. Im Ofen 20 - 25 Min. backen. Das Muffinblech aus dem Ofen nehmen, die Muffins kurz abkühlen lassen, dann herauslösen und auskühlen lassen.

Für die Garnitur den Joghurt mit dem Zucker und der Zitronenschale verrühren und zu den Muffins servieren.

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Und weil ich ja doch so oft Muffins backe, führe ich hier eine neue Kategorie ein: den Muffin-Montag. Nicht jeden Montag, aber immer mal wieder, gibt es dann hier ein Muffinrezept, das ich ausprobiert habe.

Die MontagsMuffins hüpfen jetzt zu Katjas "Monday Mhhhhhh", wo sich noch mehr leckere Rezepte tummeln.

Lasst es euch schmecken!
Anne

Sonntag, 13. April 2014

Sonntagsspaziergang #6: Blütenträume

Bevor das Frühlingsblütenwunder wieder vorbei ist, mussten wir heute unbedingt noch einmal in der Blütenpracht "baden". Mir geht das immer viel zu schnell mit dem Frühling.
In der Nähe von Nürtingen, wo die Schwiegermama wohnt, gibt es ganz wunderbare Obstwiesen. Apfel- und Kirschbäume sind dort in voller Blüte und auf den saftig-grünen Wiesen wächst Löwenzahn, Hahnenfuß und Wiesenschaumkraut. Es duftete herrlich. Zwischendurch ging es durch einen kleinen Wald, in dem der komplette Boden mit Bärlauch bedeckt war. Fast immer hatten wir einen schönen Blick auf die Burg Teck. Ein anderes Mal werden wir dort sicher mal hinwandern. Nachdem wir unzählige Fotos geschossen hatten, ging es zur Schwiegermutter, wo es Kaffee und Kuchen im Garten gab.












Zwei Neueinkäufe waren im Gepäck. Der Kapuzenpulli ist vom Klamottenschweden und ich bin jetzt schon glücklich damit. So ein kuschliger Pulli hat mir noch gefehlt. Und passenderweise blüht es auf dem Pullover auch noch!

Die Kameratasche habe ich mir auch am Freitag gekauft. Ich wollte endlich eine kompakte kleine Tasche für meine Kamera haben. Ich hatte mir zwar letztes Jahr diese Tasche bestellt, habe sie aber kaum benutzt, weil ich sie einfach zu groß, schwer und unhandlich finde. Die neue Tasche von Premium Pro ist vielleicht nicht so schick, aber dafür richtig praktisch. Mir ist das letztlich wichtiger. Die Lasche geht nach außen auf, so dass man die Kamera bequem am Gurt rausziehen kann. Innen gibt es eine kleine Tasche für Speicherkarten. Außen gibt es zwei Fächer mit Reißverschluss für Zusatzakkus oder das Smartphone. Theoretisch könnte man die Tasche am Gürtel tragen, das macht allerdings wenig Sinn, weil die Kamera zu schwer ist. Der Gurt ist recht bequem. Sie hat sogar einen Regenschutz. Für meine Zwecke ist sie perfekt. Ich brauche (noch) kein zusätzliches Objektiv, das ich unterbringen muss und ich nehme lieber eine zweite Tasche oder einen Rucksack, um mein restliches Zeug unterzubringen als eine zu schwere Kameratasche auf der Schulter zu tragen. Das war letztes Jahr in der Toskana mit der Betsy eine ziemliche Tortur. Und bei einem kurzen Spaziergang brauche ich ja auch fast nichts außer der Kamera.

So, noch vier Tage muss ich durchhalten, dann ist Ostern und danach habe ich eine Woche Urlaub. Die Vorfreude ist groß! Vorher folgen hier noch weitere Fotos vom Sonntagsspaziergang, denn es gab noch viel mehr zu sehen.

Habt eine gute Woche!
 
Alles Liebe,
Anne

Sonntag, 23. März 2014

Möhren-Quark-Kuchen


Rezepte für Möhrenkuchen gibt es gerade auf vielen Blogs, das ist wahr, schließlich naht Ostern und die Hasennahrung wird in dieser Zeit ja gerne verwendet, sogar in süßen Rezepten. Auch ich habe schon mal ein Rezept für Möhrenkuchen gepostet. Dieser hier ist ähnlich, aber besser, was vor allem am Quark-Topping liegt. Und die Pistazien machen eben optisch im Frühling viel her, erinnern sie doch an frische grüne Blätter, die jetzt so langsam zu sprießen beginnen. Ich habe den Kuchen mittlerweile schon mehrere Male gemacht und er hat das Zeug dazu, in mein Standardrepertoire aufgenommen zu werden. Das Rezept stammt aus einem meiner liebsten Backbücher "Kuchenwunder".

Als ich das Topping auf den Kuchen geben will, fragt der Liebste: "Kannst du dieses Quarkzeugs nicht weglassen?". Ich: "Warum denn, das ist doch lecker?". Er: "Warum sollte ich Quark-Creme essen, wenn ich Sahne dazu essen könnte? Das ist doch genauso, also ob ich mit einem klapprigen Fahrrad fahre, obwohl ich mein Mountainbike nehmen könnte." Na ja, komischer Vergleich, versteh einer die Männer. Er hat auch "Angst" vor Früchten im bzw. zum Kuchen. Warum müssen Männer so kompliziert sein? 
Ok, dafür erträgt er immer wieder stoisch meine Launen - ich sag nur: Hormonschwankungen mit emotionalsten Ausbrüchen, die ich hinterher oder auch schon währendessen selbt nicht verstehe. 
Die Quarkcreme kam trotzdem auf den Kuchen. Schließlich musste der Kuchen ja für den Blog fotografiert werden, da kann ich ja nicht nur die Hälfte bestreichen, oder? Kann er ja abkratzen, wenn er sie so schlimm findet. Pff! Mir schmeckt es so jedenfalls hervorragend!

Möhren-Quark-Kuchen


Für eine kleine Springform (18 cm)

100 g Möhren, fein gerieben
30 g getrocknete Cranberrys
1/2 Bio-Zitrone
100 g gemahlene Mandeln
30 g Dinkelmehl
2 Eier
1 Prise Salz
60 g Rohrohrzucker
30 g flüssiger Honig
100 g Frischkäse
125 g Magerquark
1 Pck. Vanillezucker
1 EL gehackte Pistazien 

Den Backofen auf 180°C vorheizen, die Springform mit Backpapier auslegen. Die Zitrone heiß waschen und die Schale fein abreiben, 2-3 EL Saft auspressen. Cranberrys hacken. Die Mandeln und das Mehl vermischen.

Die Eier trennen. Eiweiße und Salz mit den Quirlen des Handrührgeräts steif schlagen. Eigelbe mit Zucker, Honig, Zitronenschale und 1-2 EL Zitronensaft cremig rühren. Die Cranberries und Möhren unterrühren, dann die Mandel-Mehl-Mischung und ein Drittel des Eischnees. Zum Schluss restlichen Eischnee vorsichtig unterheben.
Teig in die Form füllen und im Ofen (unten, Umluft 160°C) ca. 45 Minuten backen. Herausnehmen und den Kuchen etwa 10 Minuten abkühlen lassen, dann aus der Form lösen.

Den Frischkäse, den Quark, 1 EL Zitronensaft und den Vanillezucker mit den Quirlen des Handrührers cremig schlagen. Die Masse auf den Kuchen geben und wolkenartig verteilen. Mit den Pistazien bestreuen.

Mehr leckere Rezepte gibt es morgen wieder bei Katja auf ihrem Blog Glücksmomente.

Lasst es euch schmecken!
Anne

Montag, 10. März 2014

Sonntagsspaziergang #5

Das Wetter gestern verpflichtete ja geradezu zu einem langen Spaziergang. Nach dem obligatorischen Kaffee im Bett und einem kleinen Frühstückssnack in Form von Spinat-Käse-Muffins, kamen der Freund und ich unserer Pflicht nach, indem wir eine Wanderung im schönen Lonetal unternahmen. Im Herbst sah es dort übrigens so aus.
Viele weitere Frühlingsboten haben wir dort gesichtet. Diesmal waren es blaue Leberblümchen, gelber Huflattich und unzählige Märzenbecher, die die Waldhänge weiß betupften. Besonders gefreut haben wir uns über den Fuchs, der sich auf den Blüten sonnte (der Schmetterling nicht der Rotfuchs ;-)) und über die ersten Zitronenfalter (nicht im Bild).










Sonne, Bewegung und schöne Erlebnisse sind für mich auch ein gutes Mittel, um das Gedankenkarussell kurzzeitig zu stoppen. Emotional war ich nämlich ein wenig aufgewühlt, da ich eine nicht ganz einfache Entscheidung zur treffen hatte. Ich mach es! Ach ne, ich lass das lieber! Aber es wäre so eine tolle Chance! Das schaffe ich doch nicht!
So wechselte meine Stimmung gefühlt von Minute zu Minute. Im Gespräch mit dem Liebsten, mit Freundinnen, mit meinen Eltern und meinem Bruder kann ich dann am besten meine Gedanken sortieren. Sie haben mir meine Gefühle erstaunlich gut gespiegelt und unterschiedliche Sichtweisen und Aspekte eingebracht, die mir geholfen haben, den Gedankenknoten zu lösen. Einige Telefonate später habe ich die Entscheidung nun getroffen und siehe da -  ich fühle mich gleich besser. Alles wird gut! Ich schaffe das schon!

Habt eine schöne Woche!

Alles Liebe,
Anne

Donnerstag, 6. März 2014

Grün

Grün, grün, grün... ist alles, was ich sehe! Wohin wir auf unserem Sonntagsspaziergang im Kleinen Lautertal auch blickten - alles war grün. Das Moos hatte sich über den milden Winter überall breit gemacht. Es sitzt in Form von kleinen Pompons auf Zweigen, lässt Äste wie Schlangen aussehen, breitet sich wie eine Decke auf den Hängen aus und zaubert bequeme Kissen auf Steine. 

Bald wird sich noch mehr Grün in Form von jungen Blättern zeigen, aber das März-Grün, das Thema bei Nics "Beauty is where you fitnd it" ist, ist für mich eindeutig moosgrün.



Und hängt hier etwa schon ein Osterei im Baum? :-)

Mehr Grün gibt es bei Luzia Pimpinella.